Corona – Allgemeine und aktuelle Informationen

(Stand 14.07.2020)

Liebe Gemeindemitglieder,

seit nunmehr vier Monaten leben wir in der Corona-Krise. Vielleicht geht es Ihnen so wir mir: Gottesdienste, Feste oder Erlebnisse aus den Wochen vor Beginn der Krise erscheinen so, als wären sie schon Jahre her. Die Krise hat unseren Alltag völlig verändert und prägt unser Leben nach wie vor. Niemand hat für diese Situation ein Patentrezept. Niemand kann sagen, wie lange sie dauern und wie sie verlaufen wird. Für viele Menschen ist dies immer schwerer erträglich. So wird die Krise auch zu einer Herausforderung für unseren Glauben und unser Wirken als Kirche. Mir kommt in diesen Wochen immer wieder das schöne alte Wort Langmut in den Sinn, mit dem der Apostel Paulus im Galaterbrief (5,22) eine der Früchte des Heiligen Geistes bezeichnet. Gemeint ist damit die Geduld. Geduld heißt lange Mut haben. Ich werde in diesen Wochen immer wieder bestärkt durch Menschen in unserer Diözese, bei denen ich auf völlig unterschiedliche Weise erlebe, dass ihr Glaube ihnen die Kraft gibt, Langmut zu haben. Ich erlebe, dass sie die Situation nicht einfach nur ertragen, sondern aus ihrem Glauben heraus anderen beistehen, sie bestärken und ihre Ratlosigkeit ebenso teilen wie ihre Hoffnung und Zuversicht. Für diese Erfahrungen bin ich sehr dankbar. Sie machen mir Mut. 

Ich freue mich, Ihnen heute weitere Lockerungen von Beschränkungen bei der Feier der Liturgie mitteilen zu können. Die aktuelle Situation lässt dies zu. Gleichzeitig wissen wir, dass wir noch immer mitten im Verlauf der Pandemie sind und große Sorgfalt und Wachsamkeit notwendig ist. Immer wieder werden Gottesdienste mit lokalen Corona-Ausbrüchen in Verbindung gebracht. Ich bitte Sie deshalb um Verständnis dafür, dass es auch weiterhin Einschränkungen geben muss, um Besucher und Besucherinnen von Eucharistiefeiern und anderen Gottesdiensten so gut wie möglich vor Infektionen zu schützen.

Eine Anmeldung für Eucharistiefeiern und andere Gottesdienste ist nicht mehr verpflichtend. Weiterhin verpflichtend ist die Anwesenheit von zwei Ordner/innen, die den Einlass (maximale Personenzahl) sowie die Einhaltung der Regeln kontrollieren. In Werktagsgottesdiensten mit wenigen Mitfeiernden kann es ausreichen, wenn nur ein/e Ordner/in anwesend ist. Das Führen und Aufbewahren einer Teilnehmerliste ist von Seiten der Landesregierung nicht vorgeschrieben. 

Für die Feier von Gottesdiensten in Kirchenräumen gilt ab sofort, dass der Rundum-Mindestabstand von Person zu Person bzw. von in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personengruppen zu anderen Personen bzw. Personengruppen auf 1,5 Meter reduziert werden kann.

Leider ist in Kirchenräumen auf Grund der geringen Abstände Gemeindegesang nach wie vor nicht möglich. Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, dass die Verbreitung von Aerosolen in geschlossenen Räumen eine bedeutende Rolle beim Infektionsgeschehen spielt.


In Gottesdiensten im Freien ist Gemeindegesang möglich, wenn ein Rundum-Mindestabstand von 2 Metern eingehalten wird. Auf diesen Mindestabstand ist unbedingt zu achten. Der Gemeindegesang soll jedoch nur in begrenztem Maß in die Gottesdienste eingeplant werden. Der Einsatz von kleinen Chorgruppen oder Kantorinnen und Kantoren ist auch bei diesen Gottesdiensten weiterhin sinnvoll. Kircheneigene Gotteslob-Bücher sollen weiterhin nicht verwendet werden. Werden Gottesdienste, die im Freien geplant waren, wegen schlechten Wetters in eine Kirche verlegt, gelten selbstverständlich die Regeln für Kirchenräume.

Es gibt keine Obergrenze mehr für die Personenzahl bei Gottesdiensten im Freien. Die Abstandregelungen (2 Meter mit Gemeindegesang und 1,5 Meter ohne Gemeindegesang) müssen allerdings zu jeder Zeit eingehalten werden können. Nach wie vor wird für jeden Gottesdienstort (auch im Freien) ein Infektionsschutzkonzept benötigt. Auch für diese Gottesdienste sind Ordner/innen notwendig.


Die Dauer aller Gottesdienste soll in der Regel 60 Minuten nicht übersteigen.


Alle oben genannten Regelungen gelten auch für die Eucharistiefeiern anlässlich von Erstkommunion und Firmung. Gerade hier bitte ich Sie um eine große Sorgfalt und empfehle, die Feiern in kleinen Gruppen und auf möglichst viele Gottesdienste verteilt zu gestalten. Aufgrund der notwendigen Handdesinfektion nach jeder Chrisamsalbung wird für die Feier des Sakramentes der Firmung für jede Eucharistiefeier eine Höchstzahl von 15 Firmbewerberinnen und Firmbewerbern festgesetzt. 

Viele Kinder und ihre Familien haben in der Zeit ohne öffentliche Gottesdienste in den Kirchen auch den Kindergottesdienst vermisst. Für nicht wenige gehört diese besondere Form zur festen Gestaltung ihres Sonntags. Es freut uns, dass die Feier von Kinder- und Familiengottesdiensten ab sofort unter Einhaltung eines Infektionsschutzkonzepts stattfinden kann.


Beisetzungen sollen in der üblichen Form gefeiert werden, wenn dies die örtlichen Verhältnisse unter Einhaltung der geltenden Infektionsschutzregelungen zulassen. Bei beengten Verhältnissen auf dem Friedhof, die z.B. eine Prozession zum Grab – unter Einhaltung der Abstandsbestimmungen erschweren, kann eine Beisetzung auch weiterhin nur an einer Station (am Grab) gefeiert werden. Eine Begrenzung der Teilnehmerzahl ist auch hier nicht mehr gegeben. Auf Bestimmungen der Ortsbehörden ist zu achten.

Diözese Rottenburg-Stuttgart

Bischof Dr. Gebhard Fürst

  • Wenn Ihnen die derzeitige Situation zu schaffen macht, Sie ein Gespräch suchen, Angst haben oder Ihnen einfach die Decke auf den Kopf fällt, dann rufen Sie bei unserer Seelsorgerin/unserem Seelsorger an, entweder über das Pfarrbüro 07130/1342 bei Frau Bloching 07130/4023719 oder Pfarrvikar Kurumeh 07130/401651. Sie erreichen uns auch per Mail, alle Kontaktdaten finden Sie hier auf der Homepage. Natürlich kommen wir wie bisher im Notfall zu Schwerkranken und Sterbenden zum Besuch.
Kirche geöffnet
  • DIE KIRCHEN STEHEN WEITERHIN ALS ORTE DER RUHE, DER BESINNUNG UND DES GEBETES FÜR IHREN PERSÖNLICHEN BESUCH OFFEN.
    Sollten sich mehrere Personen im Kirchenraum befinden, bitten wir Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen einzuhalten und die üblichen Hygienevorschriften zu beachten. Sie finden zudem ein Händedesinfektionsmittel im Eingangsbereich, wobei wir Sie inständig bitten, dieses nach Gebrauch auch dort zu belassen, damit auch andere es benutzen können. Wir setzen auf ihre Umsicht und Ihr Verständnis!