Kolpingsfamilie

 

 

1959  gründete der damalige Pfarrer von Affaltrach, Leodegar Holz, die Kolpingsfamilie Affaltrach.

Er war überzeugt davon, dass die Grundsätze Kolpings zeitlos sind und eine tragfähige Orientierung für ein gelingendes Leben bieten.

An den Prinzipien und Zielen dieses engagierten Priesters, Sozialreformers und Pädagogen richten wir unsere Arbeit auch heute aus. Kolping ging es immer zuerst um den Menschen.

Deswegen ist auch Mitte und Ziel unseres Tuns der Mensch.

Kolping bedeutet Gemeinschaft.

  • Wir sind eine familienfreundliche, generationenverbindende und lebensbegleitende Gemeinschaft für Jung und Alt, für Frauen und Männer. Wichtig sind uns gegenseitige Bejahung, Verständnis und vertrauliche Offenheit.
  • Wir sind ein katholischer Verband, aber nach dem Beispiel Kolpings nicht konfessionell gebunden, sondern offen für alle Menschen, die auf der Grundlage der christlichen Gesellschaftslehre Verantwortung in Kirche und Welt übernehmen wollen – entsprechend unserem Leitsatz: In der Kirche zu Hause – offen für die Welt.
  • Wir sind eine sozial engagierte, solidarische Gemeinschaft.

Wir setzen uns nachhaltig und nach Kräften für ein weltweites soziales Engagement ein. Unser Ansatz und Ziel ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Wir fördern Einrichtungen und Projekte, um Kindern und Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen und sie bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen.

  • Wir sind eine weltweite Gemeinschaft.

Im Internationalen Kolpingwerk ist durch partnerschaftliche Kontakte und Projekte ein Netz von Beziehungen in sechzig Ländern entstanden.

„Wir bauen an der Einen Welt und sind weltweit vernetzt“, heißt es in unserem Leitbild.

Im Rahmen unseres 50-jährigen Jubiläums 2009 wurde im Obersulmer Teilort Affaltrach eine Straße nach Adolph Kolping benannt.

Zu unserem abwechslungsreichen und vielseitigen Programm gehören Vorträge zu unterschiedlichen Themen, Wochenendseminare, religiöse, kulturelle und gesellige Veranstaltungen.

Unsere Veranstaltungen sind offen für alle, die sich für die Arbeit unserer Kolpingsfamilie interessieren. Gäste sind herzlich willkommen – ganz im Sinne eines Kolpingsatzes:

„Wir laden ein und machen Mut zur Gemeinschaft.“

Termine:

Datum/Zeit Termin
22.10.2021 - 05.11.2021
18:30
Eucharistiefeier (Kolping Weltgebetstag)
St. Johann Baptist Affaltrach, Obersulm-Affaltrach
13.11.2021
20:00
Geistlicher Vortrag mit Bärbel Bloching
Gemeindezentrum Affaltrach, Obersulm-Affaltrach
23.11.2021
18:30
Kolping Vorstandssitzung
Gemeindezentrum Affaltrach, Obersulm-Affaltrach
04.12.2021
18:30 - 19:30
Eucharistiefeier zum Kolping Gedenktag
St. Johann Baptist Affaltrach, Obersulm-Affaltrach
10.12.2021
06:00
Rorate
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Neuester Beitrag:

Die verschiedenen Pfade der Stille im Hohenloher Land sind eine der reizendsten Wanderstrecken in der Region. Wie der Name bereits sagt, sind es Wanderwege durch ruhige Gegenden, abseits der größeren Orte und Städte. Die Kolping-Wandergruppe nimmt bereits den dritten Pfad der Stille unter die Wanderstiefel und beginnt in Dörzbach mit ihrer rund zwölf Kilometer langen Rundwanderung. Nach der Überquerung der Jagst geht es steil durch den Wald hinauf. Treppenstufen sind in den Wald gebaut, die „Stäffele“. Sie wurden in früheren Zeiten angelegt, um den Menschen, insbesondere den Kindern, den Weg von Dörzbach nach Meßbach und umgekehrt, zu erleichtern. Die Kinder mussten vom katholischen Meßbach über den Berg in die Schule, ins evangelische Dörzbach gehen und umgekehrt. Auch die Kirchgänger benutzten diese Stäffele und das bis in die Dreißigerjahre des letzten Jahrhunderts hinein. Unterwegs liegen die Eishöhlen. Vor etwa hundert Jahren waren die Winter noch härter als heute. Die Jagst war oft zugefroren. Für die Brauereien in Dörzbach wurde das Eis aus dem Fluss geschlagen und damit in den Eiskellern die Bierfässer gekühlt. Bis in den Sommer hinein soll das Eis in den kühlen, am Nordhang gelegenen Muschelkalkhöhlen gehalten haben. Cornelia Steinmacher hat die Wanderung auf dem Pfad der Stille organisiert und vorbereitet. Zwischendurch immer wieder Momente des Innehaltens, mit meditativen Stops, Gedanken, Texten und Gebeten. Steinige Äcker auf der Hochfläche über dem Jagsttal. Es ist die Zeit der „Heuet“, der Heuernte. Wie Kinderspielzeug liegen die rundgepressten Heuballen auf den abgemähten Wiesen. An den Waldrändern erste rote Hagebutten, prall hängt das Obst auf den Bäumen. Der Wanderweg senkt sich hinunter nach Meßbach. Das Schloss, das ehemalige Hofgut der Herren von Meßbach dominiert das Ortsbild. Im Jahr 1328 wird das Anwesen erstmalig erwähnt. Nach mehrmaligen Besitzerwechsel erwerben es Mitte des 19. Jahrhunderts die „Freiherren von Palm“, die das Schloss heute noch bewohnen. Das mit Palmen versehene riesige schmiedeeiserne Hoftor erlaubt einen Blick in den prächtigen Innenhof mit seinem Brunnen. Neben dem Hofgut die Dreifaltigkeitskirche. Ein riesiger Park mit uraltem Baumbestand und einem See umgibt das Anwesen derer von Palm. Durch schattigen Forst, führt nach einer Kehrtwende der Pfad der Stille steil hinunter zur kleinen Kapelle „St. Wendel zum Stein“. Das kleine Gotteshaus soll auf keltischen Ursprung zurückgehen. Es steht direkt an der Jagst und duckt sich unter einen teilweise überhängenden Tuffsteinfelsen. Die Wallfahrtskapelle ist dem Schutzpatron der Hirten, dem Heiligen Wendelin, geweiht. Schön ist es hier. Das idyllische Bild wird durch zwei Schwäne auf der Jagst noch getoppt. Doch das Attribut der Stille muss der Pfad der Stille zumindest heute am Sonntag ablegen. Zahlreiche Motorradfahrer knattern drüben über dem Fluss auf der Landstraße vorbei. Oberhalb von Hohebach blicken einige Kühe gelangweilt hinunter auf den Mähdrescher, der auf einem Weizenfeld seine Runden dreht. Nach der Überquerung der Jagst über die Sandsteinbogenbrücke, wendet sich der Wanderweg nordwestwärts und führt oberhalb des Tales durch magere und teils baumbestandene Wiesen den Hang entlang. Die Menschen haben in jahrzehnte- oder jahrhundertelanger zäher Arbeit Steine herausgelesen und sie zu mächtigen Steinriegeln aufgeschichtet, um Platz zu schaffen für eine karge Wiese oder ein „steiniges Äckerle“. Heute bieten diese Steinriegel der Tierwelt ein wertvolles Biotop. Am Nordwesthang über Hohebach vereinigt sich der Pfad der Stille mit dem „Generationenpfad Jeudenstein“ mit verschiedenen Mitmachstationen und einem Kneippkurbecken, bevor er sich wieder als Pfad der Stille hinuntersenkt an den Fluss, mit dem sich der Kreis der Wanderung schließt. (hlö)

 

 

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