Taizéandacht – Wasser des Lebens auf der Fährlesbühne

Die Taizé-Andacht steht unter dem Leitwort Wasser. Auf dem Wasser, der schwimmenden  Fährlesbühne der BUGA, findet die Andacht mit ihren rund 400 Besuchern statt.

Die untergehende Abendsonne wirft ihre letzten goldenen Strahlen auf die Taizé-Bühne und auf den mit Sitzbänken versehenen Wiesenhang. Die Bühne ist mit den typischen Taizé-Elementen gestaltet, Tonquadern mit brennenden Lichtern, roten und orangefarbenen Segeln und dem Franziskuskreuz. Während oben die BUGA-Besucher flanieren, ertönen die ersten Taizé-Gesänge: „Meine Hoffnung und meine Freude“ und „Bless the lord“. Die Besucher haben sich eingerichtet und Texthefte mitgebracht. Wer den Text nicht kennt, hat ihn rasch erlernt, bei den sich wiederholenden Passagen. Das Thema Wasser bestimmt die Andacht, wie das Gebet „Gott,  du hast Wasser des Lebens…“. Gemeindeleiterin Bärbel Bloching von St. Baptist, geht mit dem Psalmgebet auf den Lobpreis Gottes ein „Gott, unser Schöpfer, wir loben dich…, denn du bist groß und hast unsere Welt herrlich gemacht“. Dazwischen Taizé-Gesänge, „Behüte mich Gott“ und „Bleib mit deiner Gnade“. Die Kirchenband, Daniela Maslok, Ulrike Reitmaier und Cathrin Thomson (Querflöte), Katharina Weissenbacher (Geige), Stefan Zapletal (Gitarre), Florian Kucher (Keyboard) und Alexandra Bosch, Sophia Mauch, Silke Ulrich und Sonja Zapletal (Gesang), gestalten die Andacht musikalisch. Sprecher: Bärbel Bloching, Uwe Diemer, Lea Köhler, Rebekka Michalsky und Simon Sommer. Stille kehrt ein, beim Silence-Break. Nur gedämpft klingen die Stadtgeräusche herüber, zur Fährlesbühne. Inzwischen ist es dunkler geworden. Das Pflaumenblau des Himmels ist den schwarzen Tönen der Nacht gewichen. Spiegelblank liegt das Wasser des Neckars. Eine Entenfamilie zieht silberne Streifen in das nachtschwarze Wasser. Kerzen gehen von Hand zu Hand, werden entzündet und verwandeln das Rund um die Fährlesbühne in ein kleines Lichtermeer. Eindringlicher könnte die Bitte um Frieden, in diesen unseren von Kriegen aufgewühlten Zeiten, nicht formuliert werden, als an diesem Abend auf der BUGA, mit dem Gebet, „Das weiche Wasser bricht den Stein“. Dabei fließen in die Gebete auch das Thema Umweltschutz, Klimawandel und die Bitte um Einheit der Kirchen mit ein. „Unser tägliches Wasser gib uns heute“, eine Bitte um die gerechte Verteilung, nicht nur des Wassers, sondern der Ressourcen unserer Welt und schließlich der Sonnengesang des Franziskus, „…Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser, gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch“. Mit den Gesängen „Ubi Caritas“ und „The kingdom of God“, endet die ergreifende Taizé-Andacht. (hlö)