Firmung von 46 Jugendlichen unserer Gemeinde

Firmung von 46 Jugendlichen aus der katholischen Kirchengemeinde St.Johann-Baptist Affaltrach

Bischof Dr. Gebhard Fürst in der Vaterunserkirche in Willsbach Es ist ein feierlicher Moment, als die Firmbewerber, die Ministranten, Bischof Gebhard Fürst und Pfarrer Thomas Müller in die Vaterunserkirche zum Firmgottesdienst einziehen. 46 Jugendliche der kath. Kirchengemeinde St. Johann Baptist Affaltrach, aus den bürgerlichen Gemeinden Obersulm, Löwenstein und Wüstenrot-Neuhütten werden von Bischof Dr. Gebhard Fürst selbst gefirmt. Bei der Vielzahl der Kirchengemeinden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart kann der Bischof das Sakrament der Firmung nicht alleine spenden. Deshalb übernehmen im Allgemeinen die Weihbischöfe diesen Dienst. So ist es sicher ein Glücksfall für die Region, wenn der Bischof zur Firmung nach Willsbach kommt. Gemeindereferentin Sabine Berthold-Becker hat die Firmbewerber auf diesen Tag vorbereitet. In verschiedenen Projekten haben sich die Jugendlichen in der Kirche eingebracht, haben zum Beispiel beim Ostergarten die Auferstehungsstation mitgestaltet. Jugendliche aus den Reihen der Firmbewerber unter der Leitung von Silke Ulrich wirken mit ihrer kleinen Band an der Gestaltung des Gottesdienstes mit. Er erlebe es selten, eigentlich nur bei Firmungen, dass so viele junge Menschen in der ersten Reihe in der Kirche sitzen, sagt der Bischof bei seiner Predigt. „Ihr seid es, die unseren Glauben in die Zukunft tragen. Ohne Euch gehen bei uns die Lichter aus“. Der Heilige Geist wirke bei der Firmung. Das Wort Geist habe aber in unserer heutigen Zeit ganz unterschiedliche Bedeutungen. „Wes Geistes seid Ihr“, wendet er sich an die Firmbewerber. Drei Begriffe stellt der Bischof in den Fokus: Geistreich sein, eines Geistes sein und von einem guten Geist erfüllt sein. Worte des Geistes, lebendige Worte, habe auch Jesus gesprochen. Worte, die nicht einfach durchgehen, sondern die ins Herz fallen. Ein solcher Geist tue heute wieder Not. Dann spendet der Bischof die Firmung. Er legt die Hand auf und zeichnet mit Chrisam (Salböl), einer Mischung aus Olivenöl und Balsam das Kreuzeszeichen auf die Stirn. Dabei fragt er nach dem Namen und hat für jede/n persönliche Worte, Worte des Zuspruchs.

„Gehe nicht zum Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst“. Dieser urschwäbische Spruch wird beim anschließenden Ständerling vor der Kirche durch den Bischof allerdings gründlich widerlegt. Ein sehr sympathischer Bischof, sozusagen ein Bischof zum Anfassen sucht gerne das Gespräch mit den Kirchenbesuchern.

(hlö)