Alexandra Bosch als Ehrenamtskoordinatorin eingesetzt

In Zeiten zunehmenden Priestermangels werden Teile von kirchlichen Aufgaben vermehrt von Laien, von Ehrenamtlichen, wahrgenommen. Die Unterstützung und Förderung dieser Ehrenamtlichen, ist Aufgabe der Ehrenamtskoordinatorin.

Beim Gottesdienst am vergangenen Sonntag wurde Alexandra Bosch in ihr Amt als Ehrenamtskoordinatorin eingeführt. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart beschreitet mit diesem (zunächst auf fünf Jahre angelegten) Pilotprojekt neue Wege, die man andernorts, wie z.B. im Bistum Köln, bereits erfolgreich praktiziert. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurden zehn Stellen geschaffen. Die Ehrenamtlichen zu unterstützen und deren Anerkennung und Wertschätzung zu fördern, neue Menschen für Ehrenämter zu begeistern und zu gewinnen, die charismatischen Fähigkeiten von Menschen zu erkennen und zu fördern, sind nur einige der Aufgaben der Ehrenamtskoordinatorin. Die Kirchengemeinde hat sich um eine dieser Stellen beworben. Dabei hat sie ein entsprechendes Konzept erstellt und die besondere Situation und die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten einer riesigen Flächengemeinde in der Diaspora (vom Weinsberger Tal bis hinauf nach Löwenstein und Wüstenrot) dargelegt. „Wir sind natürlich glücklich darüber, dass wir nach einer langen Bewerbungs- und Ausschreibungsphase den Zuschlag für eine dieser Stellen erhalten haben“, betont Gemeindeleiterin Bärbel Bloching. Sie greift bei ihrer Predigt das aktuelle Thema des Evangeliums, den Auftrag Jesu an Petrus als Menschenfischer, auf und bezeichnet auch Alexandra Bosch, in ihrer Funktion als Ehrenamtskoordinatorin, ebenfalls als eine solche Menschenfischerin. „Nicht so viele Menschen als möglich im Netz zu haben, sondern uns alle zu unterstützen, miteinander die Netze auszuwerfen und die Botschaft Gottes in die Welt hinaus zu tragen“. Für diese schwere und zugleich beglückende Aufgabe bedürfe es einer besonderen Ausstattung. Diese erhält Alexandra Bosch von der Gemeindeleiterin und dem zweiten Vorsitzenden des Kirchengemeinderates Uwe Diemer in Form eines Rucksackes Da wandern etliche Dinge hinein, wie ein dicker Geduldsfaden, damit die Begeisterung nicht abhandenkommt, oder eine Stricknadel für so manches Netzwerk in der Gemeinde zu stricken. Buntstifte sollen den Aufbruch in eine neue Zeit und ein buntes Gemeindeleben symbolisieren. Natürlich darf auch eine Bibel nicht fehlen, als Kraftspender, Mutmacher und Stütze. Alexandra Bosch ist sichtlich gerührt. Gerne wolle sie die Stricknadel dazu benützen, die Netzwerke, das Miteinander nach Kräften zu fördern. Auch freut sie sich über den Luftballon, gefüllt mit dem Glauben der Gemeindemitglieder. Und natürlich will sie die Buntstifte nutzen für eine vielfältige und farbenfrohe Gemeinde. Der Gottesdienst wird musikalisch umrahmt von Cathrin Thompson (Querflöte), Stefan Zapletal (Gitarre)und Stephan Schlößer (Orgel). Beim anschließenden Ständerling im Jugendheim muss die frischgebackene Ehrenamtskoordinatorin noch zahlreiche Hände schütteln und die besten Wünsche für ihr neues Amt entgegennehmen. (hlö)